Treppenverkleidung im Musée du Bois
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Für die Ausstellung "Vannerie, une histoire tissée de gestes vivants" suchte das Musée du Bois beim Arboretum in Aubonne VD Handwerker/innen, welche Exponate herstellen. Darunter war auch eine Installation entlang der Wendeltreppe, die für jede Wechselausstellung neu gestaltet wird. Vorgabe war, dass man für die Arbeit die drei Materialien weisse, braune und rohe Weiden gebraucht und diese mit der Installation präsentiert. Die Flechtgruppe Salix hat sich dafür mit mehreren Ideen beworben. Am Schluss erhielt unser Vorschlag eines aufsteigenden Geflechtes über dem Treppengeländer den Zuschlag. Wir wollten dafür unten rohe, ungeschälte Weiden verwenden, darüber sollten die braunen und zu oberst die weissen Weiden verarbeitet werden.
Befestigt wurde das Geflecht mit Dübelstäben ø 25 mm, welche an den Pfosten des Treppengeländers festgeschraubt wurden. Die Staken dazwischen wurden mit einer Fitze hineingebunden. Und in diese Grundstruktur konnten wir nun in Schicht die Weiden für das weitere Geflecht einflechten. Die grosse Schwierigkeit war, trotz der vorerst wackeligen Staken ein gleichmässiges Geflecht zustande zu bringen. Dies vor allem auch, weil wegen des Verlauf der Treppe und des Anstieges nach links geflochten werden musste. Das Geflecht stieg von 0 cm am Beginn der Treppe auf eine Höhe von 100 cm im ersten Stock. Der Anstieg wurde gleichmässig über die gesamte Länge und auf die drei Materialien verteilt. Eine Kimme und ein Zuschlag schlossen das Geflecht ab. Der Zuschlag wurde am unteren Ende in einen Zopf über geführt, der über das Geländer bis an den Boden weiter gezogen wurde.
